Stromkosten nach Verbrauch abrechnen hilft Energie sparen!

Sylvia69
Level 2
RS, Germany

Stromkosten nach Verbrauch abrechnen hilft Energie sparen!

Eine große Frage ist für mich:

Wir sind mitten in der Klima- Katastrophe.

Wie hilft Airbnb, das Rad zurück zu drehen?

Es ist ganz wichtig, jetzt die Weichen zu stellen: JEDER EINZELNE IN SEINEM BEREICH.

Für mich heißt das: Energie zu sparen ist nur möglich, wenn der Gast seine verbrauchte Energie am Ende zahlt.

Kein all inclusive!

Es ist echt an der Zeit, das zu ändern!

Ansonsten sehe ich für mich keine Zukunft mit Airbnb.

38 Antworten 38
Mary-Joy-and-Hans0
Level 9
Hamburg, Germany

@Jörg8 

durch exakte Angabe auf der Buchungsseite wieviel kWh frei sind und wie der Verbrauch der darüber hinaus wie abgerechnet wird ( kWh xTarif ) ist der Transparenz und Nachvollziehbarkeit genüge getan.

Jörg8
Level 10
Edingen-Neckarhausen, Germany

@Mary-Joy-and-Hans0, da irrst du, die Formulierung lautet:

 

Da hier Endpreise anzugeben sind, sind die Preise so auszuzeichnen, dass diese die Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile einschließen.

 

Strom gehört bei Übernachtungen eindeutig zu den sonstigen Preisbestandteilen. Wir betreiben beide das gleiche Geschäft, und jedes Hotel, jede Pension usw haben das gleiche Problem wie wir. Wir müssen die Energiepreise in den Endpreis einkalkulieren und unseren Endpreis entsprechend gestallten. Daher habe ich bereits im Frühjahr den Gesamtpreis um 15% angehoben und bin gut damit gefahren.

 

Wie du es bei Dir handhabst ist mir egal, nur wenn du dies als Tip im Forum weiter gibst, dann weise ich darauf hin, dass es sich bei deiner vorgeschlagenen Vorgehensweise um einen Verstoß gegen ein deutsches Gesetzt handelt, und mit hohem Bußgeld geahndet wird, damit alle darüber informiert sind.

 

Gerade im Internet ist Vorsicht geboten wie man an der aktuellen Abmahnungswelle wegen der Einbettung von Google Fonts sehen kann. Und die Nutzer von airbnb sind sehr online affin und häufig gibt es dann vermeidbare Probleme. Da ich selbst mit airbnb reise kann ich Dir versichern, ich würde mir den Aufpreis gerichtlich wieder holen, da ich mich an das Gesetz halte und nicht mehr verlange als den bei der Buchung angezeigten Endpreis. Daher erwarte ich dies auch von anderen hosts.

Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Zumindest bei Langzeitmiete sollte es m.E. keine Probleme mit der nachträglichen Berechnung von Nebenkosten geben.

[Unless stated otherwise, my comments are based on my personal Airbnb hosting and travelling experiences.]
Jörg8
Level 10
Edingen-Neckarhausen, Germany

@Till-and-Jutta0, nach meinem Verständnis liegt bereits ein Verstoß gegen das Gesetz vor wenn man in das Inserat schreibt, dass der Strom ab einer gewissen Grenze nach Verbrauch abgerechnet wird, aus folgendem Grund:

 

Bei dem Inserat handelt es sich ja streng genommen um Werbung bei der man dann eine Buchung anfragen kann. In besagtem Fall hat das Hotel ja auch alles angegeben, aber eben nicht für jedes Zimmer den exakten Endpreis inclusive aller Kosten angegeben.

 

So umfasst der Begriff des Anbietens im Sinne von § 1 Abs. 1 Preisangabenverordnung nicht nur Vertragsangebote gemäß § 145 BGB, sondern darüber hinaus jede Erklärung eines Unternehmers, die im Verkehr in einem rein tatsächlichen Sinn als Angebot verstanden wird

 

Eine Werbung unter Angabe von Preisen liegt vor, wenn ein Einzelpreis oder ein bestimmter Preisbestandteil angegeben wird. Dies trifft bez. des Hotels auch zu. So wird dem Verbraucher eine Preismarge unter Bezeichnung diverser Merkmale zur Preisgestaltung aufgegeben. Mithin wird unter Angaben von Preisen geworben, so dass das Hotel gemäß § 1 Abs. 1 Satz1 PAngV auch verpflichtet ist, den genauen Endpreis für ihre Zimmer auszuweisen

 

In unserem Fall ist der angezeigte Preis nur ein Einzelpreis wenn für Strom extra Kosten (Heizung, ...) verlangt werden die nicht genau beziffert werden können, da der Gast ja nicht im Voraus weiß wieviel Strom er verbrauchen wird.

Jörg8
Level 10
Edingen-Neckarhausen, Germany

@all, egal welche Art ihr wählt oder wie auch immer ihr denkt @Mary-Joy-and-Hans0  Strom und Gas nachträglich per Zähler verlangen zu können, es verstößt immer gegen das deutsche Gesetz, die sogenannte Preisangabenverordnung.

 

Das Gesetz schreibt bei Angeboten im Internet, auch für Übernachtungen, zwingend die Einhaltung der Preisangabenverordnung vor.

 

https://www.it-recht-kanzlei.de/abmahnung-preisangabenverordnung-hotel.html

 

Wenn ich dein Gast wäre, und du einen Aufpreis verlangen würdest der über den bei airbnb angezeigten Bruttopreis hinausgeht, würde ich Anzeige erstatten wegen Verstoß gegen die Preisangabenverordnung. Darauf steht ein Bußgeld bis zu 25 000 €.

 

Also Vorsicht @Sylvia69 . Da spielt es übrigens keine Rolle wo die Unterkunft ist @Mary-Joy-and-Hans0 , sondern wo du dies anbietest, und dies ist in eurem Fall auch Deutschland.

Mary-Joy-and-Hans0
Level 9
Hamburg, Germany

@Marc865 

ja, beim Stromverbrauch gebe ich z.B. 20kWh pro Tag für das ganze Haus frei und alles was darüber hinaus geht berechne ich mit z.B. 50c/kWh. Beide Angaben befinden sich auf meiner

Hompage, also wissen die Gäste was auf sie zukommt, wenn sie nicht sparen ( 20 kWh reeicht für ein paar Stunden Klimaanlage etc. )

Ich habe dafür Stzromzähler, die ich mit den Gäasten zusammen bei Einzug ablese und bei Auszug wieder. Genbauso könnte man das für gas machen. Geht aber eben nur wenn man ein ganzes Haus vermietet. Für die Vermietung einzelner Zimmer geht das bei mir nicht, weil keine Einzelzähler.

Marc865
Level 2
Dreieich, Germany

Es klingt interessant und praktikabel, wenn auch umständlich.

Wir versuchen es erst einmal mit einem Appell…

Marc Werner
Marc865
Level 2
Dreieich, Germany

Wie sieht da Deine Lösung aus ? Liest Du jedesmal Gas-, Strom- und Wasserzähler ab und rechnest den Verbrauch um, um nachträglich zu kassieren ? 

Ich weiß nicht wie man das handhaben soll und bin für Tipps dankbar !

Marc Werner
Sylvia69
Level 2
RS, Germany

@Monika--Elisabeth0

Vielen Dank Euch!

Ich hatte mich schon von Airbnb verabschiedet, weil ich, nach so vielen ergebnislosen  Diskussionen noch immer vehement :

Dies unzeitgemäße Beharren auf "all inklusive" ablehne,- die neue Lage am Energiemarkt erfordert Lösungen, die zum Sparen animieren. PUNKT.

Mary-Joy-and-Hans0
Level 9
Hamburg, Germany

@Sylvia69...ja, hast recht...deshalb rechne ich auch nach Verbrauch ab...geht aber nicht bei einzelen Zimmer, wo ich keine getrennten Stromkreise habe...

Mary-Joy-and-Hans0
Level 9
Hamburg, Germany

@Monika--Elisabeth0 

Wir haben 2 Objekte bei Airbnb: 1 komplettes Haus auf den Philippinen, wo wir 3 getrennte Etagen haben, die jeweils einen separaten Stromzähler haben. In unserem Inserat wird ein Stromverbrauch angegeben, der frei ist. Der Verbrauch der darüber hinausgeht wird mir einem Preis pro kWh abgerechnet. Das funktioniert und es wird gespart...wobei einige Gäste plötzlich auf Cent Beträge achten und z.B. den Rooter für das Haus abstellen, wenn sie an den Strand gehen ( und damit das Internet für das ganze Haus unterbrechen..ein Rooter verbraucht einige Watt, eine Klimaanlage Kilowatt ( also 1000 Watt ). Bevor ich den Strompreis noch nicht berechnet hatte, wurden alle Klimaanlagen angelassen auch wenn die Gäste den ganzen Tag am Strand sind...also es geht nur über Berechnung. Das 2.Objekt: hier vermieten wir nur 2 einzelne Zimmer. Dort gibt es keine extra Stromzähler. Hier fehlt uns eine Lösung...das gilt besonders für warmes Duschen. Manchmal sind 4 Personen in einem Zimmer und alle duschen ausgiebig lang ( kostet ja nichts).

Insbesondere suche ich hier nach einer Lösung, wie ich das bei der Steuer als Nebenkosten abrechnen kann.

Die Zimmergröße ist noch einfach abzurechnen...aber Stromverbrauch ( auch durch die (Mit-) Benutzung der Küche und Gas für Warmduschen x Personenzahl und geschätzter Mittelwert?

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Sabine-Ingrid0, ich kann mich natürlich nicht mehr genau erinnern, wann es hier Thema war dass zusätzliche Kosten erlaubt seien, soferne sie im Inserat angegeben sind. Ich habe im Laufe der Jahre unzähliche Inserate angeschaut und kann daher auch nicht mehr sagen wo ich derartige Zusatzkosten gelesen habe.  Ich sage ja nicht, dass ich das gut finde oder es jemals so machen würde. 

Ich bin grundsätzlich dafür dass Gästen vor Ort keine zusätzlichen Kosten erwachsen, daher erheben wir weder die Ortstaxe (die überweisen wir) noch verrechnen wir etwas wenn Wäsche gewaschen wird.  Wenn sich Gäste täglich die große Badewanne einlaufen lassen, und sich darin wohlfühlen ist das für uns auch in Ordnung.  Dafür machen wir auch keine Schleuderpreise, es gibt keine Früh-oder Spätbucheraktionen.

Damit jetzt Thema abgeschlossen und ein schönes Wochenende.

Sabine-Ingrid0
Level 10
null

@Monika--Elisabeth0  ja, so handhabe ich das auch und wie schon geschrieben sind die Stromkosten bei mir mit durchschnittlich 1€ pro Tag auch nicht der Rede wert.

 

Ich sehe auch noch ein anderes Problem.. wie soll man Preise vergleichen wenn die eine Unterkunft einen Inklusivpreis (inkl.Nebenkosten) angibt und die andere alles extra berechnet.

Das würde ständig zu Ärger führen und der Support ist ja schon mit den gewöhnlichen Problemen überfordert.

 

Ebenfalls ein schönes Wochenende !

Sabine-Ingrid0
Level 10
null

@Monika--Elisabeth0  dass es solche Unterkünfte gibt habe ich auch schon mal gehört aber wahrscheinlich eben nicht bei Airbnb.

Bei Langzeitvermietungen ist das natürlich auch was anderes aber wer von den Airbnb-Gastgebern der nur ein Zimmer vermietet hat denn einen extra Zähler für das Zimmer ?

Abgesehen davon kann doch auch niemand überprüfen was alles an so einem Zähler evtl. mit dran hängt und dir in Rechnung gestellt wird.

Wenn du mir die Stelle in den AGB's zeigen kannst in der Airbnb erlaubt dass der Strom separat abgerechnet werden darf, wie du oben behauptest >(es steht dir ja frei, Stromkosten extra abzurechnen und das ist ja auch erlaubt)<,  fände ich das sehr interessant... wenn nicht, macht es wenig Sinn darüber weiter zu diskutieren.

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Sabine-Ingrid0, was du im letzten Satz schreibst wäre natürlich eine Abzocke. 

 

Ich kenne auch bei uns Ferienhausvermieter, die z.B. Strom-und Heizkosten (vor allem im Winter) verrechnen.  Da wird der Zählerstand beim check-in abgelesen und vor dem check-out der tatsächliche Verbrauch dann in Rechnung gestellt. Da ist auch vorher bekannt, wieviel die KWh kostet.  Da ist der Preis pro Nacht ganz klar ohne Strom oder Heizung.   Und auch Bekannte die in Italien eine Ferienwohnung vermieten machen das genauso.  Also so unüblich scheint das dann doch nicht zu sein.

 

Da scheint es unterschiedliche Regelungen bei verschiedenen Plattformen und Anbietern zu geben.

 

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Sabine-Ingrid0,  ich hab schon öfter gelesen dass Gastgeber zusätzliche Kosten, die nicht einpreisbar sind, verlangen können, wenn es vorher im Inserat entsprechend angekündigt wird.  Soweit ich mich erinnere werden von einigen Gastgebern Kosten erhoben für Kleinkinder, für mitgebrachte Haustiere, Orts-und Nächtigungstaxen, für Benützung von Waschmaschinen, zusätzliche Wäschepakete etc.

Ob das alles entgegen der Richtlinien von airbnb ist? 

Inserate sind auch unterschiedlich , In unserem kann ich z.B. außer Reinigungsgebühr überhaupt keine andere mögliche Gebühr einpreisen. 

 

Sabine-Ingrid0
Level 10
null

@Monika--Elisabeth0  so wie ich es vertehe ist es natürlich schon erlaubt für Dinge die nicht zur Übernachtung gehören etwas zu verlangen, also zu Sonderleistungen wie zB Fahradverleih.. auch eine Kaution ist m.E. erlaubt obwohl es hier andere Meinungen dazu gibt.

 

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Aber wenn es so ausgeht, dass der Preis nach der Buchung anders ist als vor der Buchung, weil Dinge abgerechnet werden die eben eindeutig zur Übernachtung gehören, wäre der Abzockerei Tür und Tor geöffnet... auch andere Plattformen erlauben das nicht.

 

Stell dir vor du buchst etwas und beim check-out kommt der Gastgeber und sagt "du hast mehr Strom verbraucht als der Durchschnitt und deshalb bekomme ich nochmal 500€"....

Das kann es doch nicht sein oder !?

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Sylvia69,  es steht dir ja frei, Stromkosten extra abzurechnen und das ist ja auch erlaubt,  wenn du das im Inserat (am Besten ganz oben im Text und dann noch bei den Hausregeln) anführst. Und es den Gästen auch noch im Nachrichtenverlauf mitteilst damit es keine Unklarheiten gibt.

 

Ich bin mir ziemlich sicher dass jeder Gastgeber ganz individuell mit dem Thema "Umwelt, Sparen etc." umgeht.  So wie es für ihn und seine Unterkunft passt. Es gab es hier in der Community schon das Thema Mülltrennung. Und auch da gab es völlig unterschiedliche Vogangsweisen und Meinungen.

 

Du schreibst: "Airbnb regt ständig an, noch billiger anzubieten als der Vermieter nebenan.  Wo führt das hin?"  

 

Ich negiere solche Hinweise seit Jahren, wir haben unseren Preis. Ob andere Gastgeber günstiger sind oder nicht, ist mir völlig egal.  Jeder kann dort buchen wo der Preis für ihn passt.

Mit dieser Einstellung sind wir bisher immer sehr gut gefahren und werden auch weiterhin dabei bleiben. Airbnb stellt die Plattform zur Verfügung, wir akzeptieren die Regeln und sonst gestalten wir das so wie wir es für richtig halten.

Sabine-Ingrid0
Level 10
null

@Monika--Elisabeth0 

Ich galube nicht dass das erlaubt ist. Das sind versteckte Kosten und die sind bei Airbnb ausdrücklich verboten.. und das hat auch seinen guten Grund.

Wer will schon etwas für 100€ buchen und hinterher 200€ bezahlen.

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Sylvia69, nachdem wir alle wissen dass die Inserate meist nicht genau gelesen werden und die Hausregeln schon gar nicht, vor allem wenn sie "aufgeklappt" werden müssen, würde ich das zusätzlich oben in den Inserattext schreiben. Und wenn Gäste buchen, im Antwortschreiben darauf hinweisen und fragen ob sie das gelesen haben.

Dass Gäste bestätigen müssen die Regeln gelesen zu haben ist genausoviel wert wie bei allen Seiten im Internet, wo bestätigt werden muss die Richtlinien gelesen und akzeptiert zu haben.  Niemand macht das, es wird einfach draufgeklickt. Das ist das Problem.

Deswegen entweder mehrfach im Inserat schreiben und unter Umständen den Ärger der Gäste einhandeln oder Preise anheben und die Stromkosten einpreisen. Dann trifft es halt auch jene, die eigentlich sparsam sind und sich der Eigenverantwortung in Hinblick Ressourcen bewußt sind.

So ist es in vielen Bereichen des Lebens. 

Am Ende einer heutigen Yogasession sagte die Trainerin: "Entspannung heißt das anzunehmen was der heutige Tag bringt (Dalai Lama).

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen wunderbaren Tag mit netten Begegnungen.

 

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