Alle Wände voller Schimmel anch 47 Tage aufenthalt: Gast hat nie gelüftet

Alle Wände voller Schimmel anch 47 Tage aufenthalt: Gast hat nie gelüftet

Hallo Zusammen,

 

Der Gast hat heute nach 47 Tage Aufenthalt die Wohnung verlassen. Als die Putzfrau heute die Wohnung betrat um zu reinigen wurde sie schokiert. Der Gast hat die Wohnung quasi zerstört mit Schimmel. Alle Wände sind voller Schimmel, weil der Gast nie gelüftet hat. Die ganzen Textilien, Sofa, Matratzen sind auch voller schmillel und zerstört.

 

Der Gast verlängert seine Reservierung mehrmals. Hat mich aber nie über Schimmel informiert. Dem Gast wurde eine schimmelfreie Wohnung übergeben. Bei ersten Anzeichen einer Schimmelpilzentwicklung ist der Gast verpflichtet, den Gastgeber unverzüglich zu informieren, damit dieser geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Schimmelpilzes ergreifen kann. Der Gast ist in Deutschland ansässig, also hätte er dies bereits wissen müssen. Die Tatsache, dass der Gast den Schimmel befallen hat und mich während seines langen Aufenthalts von 47 Tagen nie darüber informiert hat, hat dazu geführt, dass dieser extreme Zustand zustande gekommen ist.

In den 6 Jahren, in denen ich die Immobilie besitze und vermiete, ist dies das erste Mal, dass Schimmel aufgetreten ist.

Es ist schockierend zu sehen, in welchem ​​Zustand die Person lebte. Wie kann eine Person in einer so infizierten Wohnung leben, die schwere Gesundheitsschäden verursachen kann, und den Gastgeber/Eigentümer nicht informieren. Nicht nur die Wände sind total infiziert, sondern das Sofa, das Bett, die Matratze, die Bettwäsche usw. haben alle Schimmel. Wie die Personen unter solchen Bedingungen lebten, ist unvorstellbar.

 

Nun meint Airbnb , die würden Kosten für neue Möbel erstatten aber nicht die Kosten für die Schmillelbesitigung was ca. €1650 sind.

 

Was macht man da? Warum meint Airbnb, dass Schäden durch Schmillel veruhrsacht durch den Gast nicht über Aircover abgedeckt sind?

 

Hier könnt ihr Bilder vom Schimmelbefall sehen.... Alle Wänder in der Wohnung sind so voller schmillel

https://mega.nz/file/aIIh1BoR#qr5w31-XyogywwEZWtrX374OvHExeLdoDnRi_pjFaH4

17 Antworten 17
Juliane
Community Manager
Community Manager

@Kunal35 

oh, je! Das schaut schon recht arg aus auf den Bildern. Da frage ich mich auch, wie der Gast dort gelebt hat, dass so viel Schimmel an so vielen Stellen wachsen konnte. Da muss sehr viel Feuchtigkeit und Wärme involviert sein. 🤔

 

Du hast gar keine Möglichkeit mehr, den Gast zu kontaktieren? Oder antwortet er einfach nicht mehr?

Ich hoffe, es lässt sich noch etwas klären und vielleicht klappt es auch, wie @Till-and-Jutta0 erwähnt hat, dass die Daten doch noch herausgegeben werden können, wenn die Behörden involviert sind. Die Daumen sind gedrückt!

 

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Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Um so etwas zu verhindern, könnte evtl. eine Raumklimaüberwachung mittels SmartHome helfen.

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Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Wenngleich für die Zukunft du hoffentlich an den Meldeschein denkst, hilft dir @Kunal35  das halt jetzt im aktuellen Fall nicht weiter.

 

Ich zermartere mir den Kopf, wie du an die Daten deines Gastes kommen könntest. Hat er nicht zufällig was vergessen, was du ihm nachschicken musst?

 

Ich hatte mal den Fall eines Internetmissbrauchs, da hat sich der Gast durch glückliche Umstände dann bereiterklärt, die Kosten zu übernehmen. Und seither mache ich das auch selber brav mit dem Meldeschein.

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Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Sei froh, dass Airbnb die Möbel ersetzt – vielleicht aus Kulanz?

 

Ja, Airbnb gibt aus Datenschutzgründen keine Daten heraus.

Es obliegt alleine dir, beim Check-in die Daten zu erfassen, siehe Meldepflicht in Deutschland – Die Fakten

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Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

@Kunal35 Das sieht ja übel aus. Blöderweise sind bei AirCover Schäden durch Schimmel explizit ausgeschlossen:

 

III. Beschränkungen und Ausschlüsse

 

Das Programm „Schutz für Gastgeber:innen bei Sachschäden“ greift ausschließlich bei abgedeckten Verlusten. Es greift nicht bei folgenden Verlusten („ausgenommene Verluste“):

[…]

  1. jegliche Verluste, Schäden, Ansprüche, Kosten, Aufwendungen und andere Beträge, die unmittelbar oder mittelbar durch Schimmel, Mehltau, Pilze, Sporen oder andere Mikroorganismen

 

Du musst also deinen Gast zivilrechtlich belangen. Und das solltest du auch - ich sehe da gute Erfolgsaussichten.

[Unless stated otherwise, my comments are based on my personal Airbnb hosting and travelling experiences.]

@Till-and-Jutta0 Danke für Feedback. 

 

Airbnb hat aber Schäden an Möbel wegen Schimmel  z.B. Bett, Sofa, Matraze, Textile usw... erstattet. Also warum nicht die Schäden an den Wänden auch?

 

Gast zivilrechtlich belangen ist auch nicht möglich, weil Airbnb keine Daten vom Gast preisgibt. Wir wissen gar nicht wer das ist und ob er überhaupt in Deutschland lebt.

 

 

Gerlinde0
Level 10
Kempen, Germany

@Kunal35 

Wenn du den gesetzlich vorgeschriebenen Meldezettel ausfüllen lässt, dann hast du immer die Adresse. Google hier oben in der Suchleiste, da findest Du genug Info.

 

@Till-and-Jutta0 

Ich finde das von Airbnb wirklich nicht ok, dass die bei einem Schaden die Adresse nicht rausrücken. Da habe ich es auf Booking wirklich besser. Da kann ich angeben, dass ich vom Gast eine Telefonnummer und eine Adresse haben möchte und bekomme sie direkt bei Buchung mitgeteilt, ohne wenn und aber.



Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Airbnb sagte mir dazu mal, dass sie die Adresse bei zivilrechtlichen Verfahren erst nach Aufforderung durch Behörden rausgeben.

[Unless stated otherwise, my comments are based on my personal Airbnb hosting and travelling experiences.]

@Gerlinde0 in Bayern gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Meldezettel für private kurze Vermietungen. Die Wohnung wird halt im Jahr nur paar Wochen als Fereinwohnung vermietet. Auch eine Anmeldung bei Einwohnermeldeamt gibt es in dem Landkreis erst ab 3 Monate Auffenthalt.

 

@Till-and-Jutta0 Ja da sind andere Portale wesentlich besser. Man bekommt die Kontaktdaten vom Gast sofort mitgeteilt bzw. sieht man sie von anfang an. 

Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany


@Kunal35  schrieb:

@Gerlinde0 in Bayern gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Meldezettel für private kurze Vermietungen. ...


Das ist leider ein Mythos „Ich habe mich bei meiner Gemeinde erkundigt: Wir müssen das bei uns nicht machen.“ siehe https://community.withairbnb.com/t5/Ausbau-deines-Gesch%C3%A4fts/Meldepflicht-in-Deutschland-Die-Myt...

 

Es handelt sich um ein Bundesgesetz.

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Gerlinde0
Level 10
Kempen, Germany

@Kunal35 

" in Bayern gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Meldezettel für private kurze Vermietungen."

 

Das bezweifle ich! Vielleicht liest ja irgendwer aus Bayern mit?

@Sabine-Ingrid0 

@Gerlinde0 habe selber schriftlich von der Einwohnermeldeamt der Gemeinde.

 

In Österreich gibt es den gesetzlich vorgeschriebenen Meldezettel flächendeckend auch für private Vermietung. In Deutschland ist es von der Location also Gemeinde/ Landkreis/ Stadt usw.. abhängig.

@Kunal35  da bringst Du etwas durcheinander...

Der Meldeschein wird durch das Bundesmeldegesetz gefordert (an das sich auch Bayern halten muss) , nur das Formular selbst ist nicht vorgeschrieben und darf vom Vermieter entworfen werden solange die im BMG geforderten Daten darin enthalten sind.

Mit der Gemeinde hat das überhaupt nichts zu tun.

 

Hier gibts eine Variantenübersicht :

https://www.google.com/search?source=univ&tbm=isch&q=Meldeschein+bmg&client=firefox-b-d&fir=1V9tOvy_...

Gerlinde0
Level 10
Kempen, Germany

@Kunal35 

Bayern ist zwar ein Freistaat, aber so frei auch wieder nicht, dass sie die Bundesgesetzte ignorieren dürfen. Man sollte das Zettelchen umbenennen, es scheint hier zu irritieren. 

Till-and-Jutta0
Host Advisory Board Member
Stuttgart, Germany

Das ist ein Mythos, denn hier werden unterschiedliche Dinge in einen Topf geworfen, die nichts miteinander zu tun haben:

  • Die Meldepflicht nach BMG.
  • Die Registrierung von Gästen für die Gemeinde für statistische Zwecke oder für die Erhebung von Tourismusabgaben (Kurtaxe, City Tax, Bettensteuer…)
  • Die Anmeldung von Beherbergungsstätten im Rahmen einer lokalen Wohnraum-Zweckentfremdungsverordnung, verbunden mit der Erteilung einer Registrierungsnummer.

Oder dein Einwohnermeldeamt hat die Paragrafen 17 (Anmeldung für Mieter nach 3 bzw. 6 Monaten) und 29 (Meldeschein für Kurzzeitvermietung) durcheinandergebracht.

 

Letzteres ist schon in deinem ureigensten Interesse, wie du hier selbst siehst.

[Unless stated otherwise, my comments are based on my personal Airbnb hosting and travelling experiences.]
Udo6
Level 10
Nord, Germany

@Kunal35 der oben verlinkte Beitrag "Meldepflicht in Deutschland – Die Fakten"  (https://community.withairbnb.com/t5/Community-Caf%C3%A9/Alle-W%C3%A4nde-voller-Schimmel-anch-47-Tage...) von @Till-and-Jutta0 erklärt das Meldezettel-Erfordernis sehr gut.

 

Auch wenn's dir bei deinem aktuellen Fall nicht hilft kann ich dir nur empfehlen, zukünftig immer den Meldezettel ausfüllen zu lassen und mit dem Ausweis abzugleichen.

Monika--Elisabeth0
Level 10
Vienna, Austria

@Kunal35, abgesehen von dem großen Schaden und den Hinweisen wegen der Meldepflicht.

 

Welche Informationen hast du denn überhaupt von deinem Gast über ihn vorher bekommen???? 

Jemanden über 1  1/2 Monate eine Unterkunft zu vermieten ohne genaueres Wissen über den Gast (wer, woher, zu welchem Zweck etc.)  ist einfach leichtsinnig.  (Wenn es so war)

 

Auch wenn Gäste nur 3 Nächte bleiben haben wir  sie gebeten einiges über sich zu erzählen.  Airbnberfahrene Gäste machen das schon bei der Anfrage. (wir haben keine SB)

Bei längerem Aufenthalt klären wir vorher wie es mit der Zwischenreinigung ist.  Wir haben auch gelegentlich unsere Putzhilfe  vermittelt und waren so beruhigt dass in der Wohnung alles in Ordnung ist.

Auch während des Aufenthaltes Kontakt zu halten ist wichtig.  Und da wir self check-in angeboten haben, gab es auch persönliche Kontakte während der Zeit.  Das trägt zur Beruhigung bei und signalisiert dem Gast auch dass er "Gast" ist und nicht beliebig schalten und walten kann.

 

Daten deiner Gäste zu haben ist auch ein Schutz für dich. Ich erinnere mich dass vor einigen Jahren hier in der CC ein Gastgeber berichtete dass es zu einer Polizeirazzia und zu Verhaftungen  in der Unterkunft kam.

Und wenn in der Presse zu lesen war dass es in Wien in einer airbnb Wohnung zu Vergewaltigungen kam, dann möchte ich als Gastgeber der Polizei gegenüber nicht unwissend dastehen.

 

Es geht also um mehr als nur einen Meldezettel ausfüllen zu lassen.

Gerade in der heutigen Zeit sind online Buchungen - egal auf welcher Plattform - auch eine Möglichkeit möglichst anonym dunklen Geschäften nachzugehen.  Es wurden schon ganze Wohnungen ausgeräumt, zur Prostitution verwendet etc. etc.

 

Auch wenn es (zum Glück) Einzelfälle sind,  es geht schließlich um dein Eigentum und du möchtest es ja so erhalten wie es ist.

Auch wenn es jetzt schmerzt - du kannst daraus nur lernen.

 

 

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