
Ich begann 2014, Gäste in meiner Glamping-Jurte auf unserem Milchviehbetrieb im Peak District in Nordengland zu beherbergen. Damals wusste ich nicht einmal, was ein Superhost ist. Ich war einfach nur froh, dass die Leute meine Jurten buchten und ich Geld verdiente.
Mir wurde klar, dass sich die Dinge ein wenig ändern mussten, als ich meine erste negative Bewertung erhielt, in der von Schlamm auf dem Badezimmerboden die Rede war. Natürlich ist es schlammig, dachte ich. Es ist im Winter draußen auf dem Land. Dann wurde mir klar, dass ich das nicht einfach so hinnehmen konnte, sondern jeden Tag den Boden im Bad saugen und wischen musste, auch wenn dieselben Gäste mehr als einen Tag geblieben waren.
Ich erfuhr auch von dem Airbnb-Superhost-Programm und dass es gut wäre, wenn ich dazugehören würde. Die Bewertungen lassen uns die Dinge aus der Sicht der Gäste anders betrachten. Meine Jurten stehen hoch oben auf unserer Farm, wo es oft kalt, windig und regnerisch ist. Trotzdem habe ich gelernt, dass ich den Gästen einen trockenen, sauberen, dekorativen, romantischen und warmen Aufenthalt bieten muss, so wie in einem modernen, wasserdichten Haus, aber eben in Jurten aus Wolle, Baumwolle, Ölzeug und Holz. Ich musste Wege finden, alles immer weiter zu verbessern, um die Vorstellungen der Gäste zu erfüllen. Ununterbrochene Arbeit, ununterbrochene Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, ununterbrochene Reinigung, ununterbrochene Beantwortung von Nachrichten. Airbnb wurde zu meinem Leben, und ich war stolz darauf, 2015 Superhost zu werden und seitdem 39 Mal Superhost gewesen zu sein.
