@Juliane
Ich habe lange darüber nachgedacht, warum ich mich so schwer mit diesem Thema tue.
Als Gast suche ich "klassische", private, individuelle Unterkünfte und meide die professionellen.
Also spricht mich eine persönlich klingende Beschreibung eher an.
Glatte, vorgefertigte Texte finde ich seltsam und habe Vorurteile: als ginge es den GastgeberInnen nur ums Geld, nicht um Gastfreundschaft. Oder so ...
Schon bei kleinanzeigen ist mir aufgefallen, wie sehr sich viele Texte gleichen. Schon klar, weshalb. Da macht es mir auch weniger aus.
Wenn aber ein Haus verkauft wird mit dem 08/15-Textstücken "besticht durch" und "überzeugt" und blabla, dann denke ich mir: was ist der Makler (hier gendere ich bewusst nicht!) doch für ein faules Stück, dass er sich nichtmal die Mühe gibt, das Haus schön zu beschreiben.
Jaja, nicht jeder Mensch ist ein Schriftsteller und es fällt sicher einigen schwer, Worte zu finden, die passen.
Ich finde nur schade, dass wir uns Stück für Stück von der uns ganz eigenen Sprache verabschieden, weil wir meinen, es müsse professionell klingen.
Was ist schon professionell?
Gibt uns das jetzt die AI vor?
Ich mache es wie in unserem Garten:
je geleckter die Nachbargärten, desto mehr meine ich dem etwas entgegensetzen zu müssen!
Es lebe die Wildheit, das Unkraut, das "Gekruschtel"!
Mein Garten, meine Sprache ist Ausdruck meiner Persönlichkeit.
Das gilt ein bisschen auch für unsere Ferienwohnungen.
Individualität ist wohl das Stichwort: ich bin halt ein Kind der 60er Jahre ...
Und AI ist das genaue Gegenteil von Individualität!